Regionalstrategie Demografischer Wandel - ddn Regionalgruppe

Warum ist der demografische Wandel auch in der Metropolregion Rhein-Neckar ein Thema?

In der Metropolregion Rhein-Neckar lebten Ende 2007 rund 2,36 Mio. Menschen. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist dies ein Zuwachs von 34.000 Menschen oder 1,5 Prozent. Da die Bevölkerung in der Region vor allem seit 2003 nur noch geringfügig um jährlich etwa 2.000 Menschen zunimmt – also um nicht einmal ein Promille – stagniert die Bevölkerung in der Metropolregion Rhein-Neckar in den letzten Jahren.

Die leichte Zunahme der Bevölkerung in der Metropolregion basiert hauptsächlich auf der Zuwanderung. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist hingegen deutlich negativ: zwischen den Jahren 2000 und 2007 wurden in der Region etwa 161.000 Menschen geboren, 183.000 Menschen starben. Im Vergleich zu den 1990er-Jahren ging die Schere zwischen Geburten und Sterbefällen in den letzten Jahren deutlich auseinander.

Die Bevölkerungsentwicklung in den 290 Gemeinden der Metropolregion verläuft sehr unterschiedlich. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 nahm die Bevölkerung in 169 Gemeinden zu und in 121 Gemeinden ab. Auffallend ist dabei, dass wachsende und schrumpfende Gemeinden räumlich oft eng zusammen liegen. In 17 meist kleineren Gemeinden nahm die Bevölkerung um über zehn Prozent zu, in fünf dagegen um mehr als zehn Prozent ab. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Gemeinden mit schrumpfender Bevölkerung deutlich zu. 2007 nahm die Bevölkerung bereits in 159 Gemeinden der Metropolregion ab.

Entwicklung der Altersstruktur

Auch wenn die Entwicklung der Gesamtbevölkerung der letzten Jahre noch relativ stabil war, zeigt sich bei der Betrachtung der Altersstruktur, dass auch die Metropolregion Rhein-Neckar vom demografischen Wandel bereits heute sehr stark betroffen ist. So nahm die Zahl der unter 20-Jährigen allein in den letzten sieben Jahren um über fünf Prozent oder über 25.000 Kinder und Jugendliche ab! Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sank von 20,8% auf 19,4%. Im Gegenzug stieg die Zahl der über 59-Jährigen seit 2001 um 7,3% oder fast 40.000 Menschen. Sie stellen nun einem Anteil von 24,6% an der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der mittleren Bevölkerungsgruppe der 20- bis 59-Jährigen an der Gesamtbevölkerung blieb in etwa konstant.