Regionalstrategie Demografischer Wandel

Allgemeine Entwicklungen und Herausforderungen für den Bereich Arbeiten und Wirtschaften

Für den Bereich „Arbeiten und Wirtschaften" ist durch den demografischen Wandel zu erwarten, dass

  • die Erwerbsbevölkerung altert: bereits jetzt sind mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen über 50 Jahre alt; zukünftig wird dieser Anteil noch weit höher sein. 
  • die Erwerbsbevölkerung bereits ab dem Jahr 2015– und vor allem ab dem Jahr 2020 – schrumpft, weil die Zahl der ausscheidenden Erwerbstätigen nicht mehr durch Berufsanfänger oder Berufsrückkehrer ausgeglichen werden kann;
  • der Anteil von Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund wächst:
    einerseits kann der zu erwartende (Fach)-Arbeitskräftemangel abgeschwächt werden, andererseits ergeben sich hieraus neue Anforderungen für Integrationsprogramme in Unternehmen – als auch in der Gesellschaft;
  • die Beschäftigungsstruktur sich deutlich verändert:
    darunter fallen Entwicklungen wie die technologische Revolution (Digitalisierung), die Globalisierung (Internationalisierung), die zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, die Urbanisierung, die Individualisierung (Wertewandel), die steigende Erwerbsquote von Frauen und das veränderte Verständnis von Work-Life-Balance;
  • die Unternehmen sich auf Kunden und Märkte mit veränderter Altersstruktur einstellen müssen: die so genannte „Silver Generation“ bildet eine  zukünftig wachsende und finanzkräftige Zielgruppe – ein wichtiger Aspekt für die Produktentwicklung, beim Dienstleistungsangebot und im Marketing.

Empfehlungen für...

kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

Verschaffen Sie sich durch einen Demografie-Check oder eine Altersstrukturanalyse einen ersten Überblick und beziehen Sie die Demografie-Fitness in die Unternehmensplanungen ein.

  • Die KMU müssen als Arbeitgeber attraktiv bleiben, z.B. um Personal zu gewinnen und zu halten,
  • Sie müssen die Fördermöglichkeiten und betriebliche Aus- und Weiterbildungsangebote kennen und die Kompetenzen ihrer Beschäftigten erhalten und weiterentwickeln,
  • Sie sollten für organisatorische Umsetzungswege auch neue Ideen - wie z.B. Verbünde  - probieren.

Kommunen:

Werden Sie sich Ihrer Ausgangslage und der komplexen Auswirkungen des demografischen Wandels am Standort bewusst und arbeiten Siwe auf Basis dieser Ergebnisse in lokalen Netzwerken zusammen (z.B. bei Infrastrukturentscheidungen).

Für die Kommunen stehen bei den statistischen Landesämtern kommunenspezifische Bevölkerungsprognosen und weitere kommunal relevante Indikatoren zur Verfügung.

Der “Wegweiser Kommune“ der Bertelsmannstiftung informiert über kommunale Handlungsansätze.

die Bevölkerung:

Stellen Sie sich auf längere und wechselhafte Arbeitsbiografien ein. Das bedeutet unter anderem für den Einzelnen die Notwendigkeit von mehr Flexibilität und Anpassungsfähigkeit und schließt eine höhere Lern- und Veränderungsbereitschaft ein. Dies erfordert, sich selbst für die Beschäftigungsfähigkeit zu engagieren, sie immer wieder zu prüfen und lebenslanges Lernen ernst zu nehmen.

Kontakt

Themenkoordinator
Elke Blumenthal
Elke Blumenthal
  • Agenturen für Arbeit in der Metropolregion Rhein-Neckar
  • Themenkoordinator "Arbeiten und Wirtschaften"
  • Mitglied des Lenkungskreises
  • Telefon 0621 165174

Checks für Unternehmen und Arbeitnehmer

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Checks für Kommunen und Vereine

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Good Practice

Hier finden Sie empfehlenswerte Beispiele aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

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Weitere Informationen

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